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Die Welt retten, ohne sich einzuschränken - geht das?
- Viele Deutsche kaufen bewusster ein, fahren öfter Rad, reduzieren Müll - und zwingen Politiker und Unternehmer zum Handeln. (…)
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Uddrag
Ein bisschen Mühe geben muss man sich schon, um den Planeten zu retten: das Pausenbrot für die Kinder in Joghurtgläser stecken und dann mit einer Wollsocke verpacken, damit sie im Ranzen nicht zerspringen.
Spülmittel selbst herstellen, aus Kernseife, Soda und Wasser. Alles nur, um auf Plastikverpackungen zu verzichten. Familie Meuser versucht das seit einem halben Jahr.
„Wir machen nur kleine Schritte, aber das allein fühlt sich schon so befreiend an“, sagt Maik Meuser, 42. „Wir müssen aber auch Zeit und Energie investieren“, sagt Nicole Kallwies-Meuser, 41.
Beide arbeiten Vollzeit, er als Fernsehmoderator, sie als Projektleiterin; das Paar hat drei Kinder. Der Familienalltag ist also anstrengend genug, aber zum Jahreswechsel haben sich die Eltern
gefragt: Wie können wir unseren Kindern eine Welt hinterlassen, die lebenswert und schön ist?
Denn wenn sich nicht bald etwas ändere, sei Schluss mit lustig1, fürchten die Meusers - und nicht nur für sie, sondern für die Menschheit.
Fast drei Viertel aller Deutschen machen sich laut Umfragen inzwischen Sorgen um die Zukunft des Planeten.
Kein Wunder, wenn selbst der Generalsekretär der Vereinten Nationen bei nahezu jeder Gelegenheit sagt, der Klimawandel sei inzwischen die „größte systemische Bedrohung für die Menschheit“.
Neu ist: dass es immer mehr Menschen wie die Meusers gibt, die sich nicht nur sorgen, sondern ernsthaft nach Wegen suchen, anders zu leben.
Die entschieden haben: Die Umwelt zu retten ist keine Aufgabe allein für Kreuzberger Ökos2 und Freiburger Jutetaschenträger3 , sondern für alle.
20 Die Meusers leben in einer Doppelhaushälfte im Neubaugebiet von Dormagen und sind nicht sonderlich politisch, eher so Mitte.
„Wir machen das nicht radikal, sondern pragmatisch“, sagt Nicole Kallwies-Meuser, „einfach Schritt für Schritt.“
Sie verzichten auf Einkaufstüten aus Plastik, auf eingepackte Wurst, auf Orangensaft im Tetrapak.
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