Indholdsfortegnelse
REISE
- Eine kurze Geschichte des Badeurlaubs
- Vorbild Brighton
- Sehnsuchtsort für Romantiker
- Strenge Baderegeln
- Wasser, Wellen, Wellness
Opgave 1
Opgave 2
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Uddrag
Eine kurze Geschichte des Badeurlaubs
Baden im Meer ist heute Urlaubsvergnügen für Millionen. Vor 200 Jahren aber war es eine Mutprobe.
Schwimmen konnte kaum jemand. Das "Bade-Museum" auf Norderney gibt Einblick in die Geschichte der deutschen Seebäder.
Männerstrand auf Norderney um 1900
Noch im 18. Jahrhundert galt das Meer vielen Menschen als Reich des Satans, sturmgepeitscht und bevölkert von gruseligen Ungeheuern.
"Die Küste als Urlaubsgebiet war anders als die Berge ein weißer Fleck", sagt der Leiter des Bade-Museums auf der Nordsee-Insel Norderney, Manfred Bätje. Und wer seinen Fuß trotzdem ins Wasser setzte, "stieg in etwas Ungewisses".
Vorbild Brighton
Das änderte sich erst, als die britische Aristokratie die Heilkraft des Salzwassers entdeckte. Bereits um 1780 galt Brighton, Englands größtes und ältestes Seebad, als lebhafter Kurort.
Den entscheidenden Anstoß in Deutschland gab der Göttinger Philosoph und Physiker Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) mit seinem Aufsatz "Warum hat Deutschland noch kein großes öffentliches Seebad?"
Darin regte er 1793 eine Gründung an der Nordsee, in Cuxhaven an. Unterstützt wurde er vom damals bedeutendsten deutschen Mediziner, dem Leibarzt des preußischen Königs, Christoph Wilhelm Hufeland.
Seebad Heiligendamm, Stich um 1840
Doch es sollte anders kommen. Das erste deutsche Seebad entstand im September 1793 an der Ostsee in Heiligendamm.
Vier Jahre später folgte die Genehmigung für Norderney, dem ersten deutschen Seebad an der Nordsee.
"In der ersten Badesaison im Juli und August 1800 gab es 250 Gäste, heute sind es bei knapp 6000 Einwohnern jährlich 530.000 Kurgäste und 230.000 Tagesausflügler", zählt Bätje auf.
Sehnsuchtsort für Romantiker
Die Gemälde von Caspar David Friedrich, etwa über die Kreidefelsen auf der Ostseeinsel Rügen, verliehen dem Badetourismus im 19. Jahrhundert zusätzlichen Schwung.
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